Wanderkarte Netstal

Erlebnis Natur pur in allen Variationen

Eingebettet in eine gewaltige Bergkulisse liegt unser Dorf Netstal. Im Westen streben die bis 1800 m hohen Felswände der Wiggis-/Rautikette direkt vom Talgrund aus in den Himmel, im Süden thronen die Gipfel der Glärnischgruppe und noch weiter südöstlich, für uns quasi den Talabschluss bildend, findet man die Kärpf- und Glarnerfreiberggruppen. Schilt und Fronalp verwehren uns im Osten einen frühen Sonnenaufgang. Wen wundert es, dass gut gepflegte Wanderwege Begeisterte zu den Gipfeln führen oder Gemütlichere, die das Panorama entlang der Linth und das Tosen des Löntsch hinauf ins Klöntal, geniessen lassen.

Eine der anspruchsvollsten Wanderungen ist sicher der Bergweg hinauf zum 2282 m hohen Wiggis. Dem Betrachter der steilaufragenden Felswände verborgen, führt der Weg hinauf zum Unter- und weiter zum Mittelstafel der Alp Aueren. Dort kann man sich entscheiden, ob man über die Gumenplatte nach Deyen und weiter über Unterlängenegg, Chängel, Ratlis ans Ende des Klöntalersees gelangen oder ob man die steile Flanke des Wiggis in Angriff nehmen will. Geschenk des beschwerlichen Aufstieges ist die grandiose Weitsicht auf dem Gipfel und für Schwindelfreie der Tiefblick auf das Dorf Netstal und Umgebung auf der nahen Wiggisnase. Der Abstieg kann entweder zurück zum Mittelstafel der Alp Aueren oder für Trittsichere hinüber zum Rautispitz und dann über die Rautialp oder das Grappli zum Obersee ob Näfels erfolgen.

Anspruchsloser, aber nicht weniger eindrücklich ist die Wanderung zum Klöntalersee. Entlang des Löntsch führt der Weg vorerst über Wiesen in einen lichten Wald. Der Abstecher zum „Chohlgrüäbli“, der neu erstellten Brücke über dem weiter unten gelegenen Tobel des Löntsches und zur Bogenbrücke des oberen Löntschtobels sollte man sich nicht entgehen lassen. Der Tiefblick lässt einen schaudern und erahnen, welch grosse Macht Wasser hat. Der bequem angelegte Wanderweg führt über kleine Brücken und Stege, über Stock und Stein, immer vom Gemurmel des Wassers begleitet, hinauf zum idyllisch gelegenen Klöntalersee. Inmitten von Felsen lädt er zum Baden und Verweilen oder zum Weiterwandern ans Ende ein. Ein im Sommer gut ausgebauter Postautokurs vereinfacht den Rückweg.

Gemütlicher ist die Wanderung entlang der Linth in die nördliche oder südliche Richtung. Umgeben von Felsen aber doch in genügendem Abstand, damit man ihre Gipfel erkennen und von unten geniessen kann, führt der Fridliweg durchs ganze Glarnerland und durchquert auch unser Dorf.

Die östlich unseres Dorfes gelegenen Berge Fronalpstock und Schilt locken ebenfalls zum Hochkraxeln. Für weniger Ambitionierte kann aber auch die Sonnenterrasse Ennetberge, die auf diesem Weg liegt, Natur pur bieten. Vorbei am Naherholungsgebiet Schlatt mit Schweizer Familie Feuerstelle und am „ältesten Niedergelassenen von Netstal“, dem Schlattstein, einem Findling des Linthgletschers, steigt der Weg über Gründen oder Sattel hinauf zu den Ennetbergen. Für die einen reicht der 1 ½ stündige Aufstieg, sie suchen ein lauschiges Plätzchen und geniessen die sonnendurchflutete Hochebene, andere wandern weiter über Egg zum Mullerenberge und die Gipfelstürmer nehmen den Weg zum Fronalpstock oder dem Schilt und weiter Richtung Spanneggsee, Murgsee oder über Rotärd nach Äugsten in Angriff.

Netstal nüd nüt - ä Halt wert!