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8½-8¾ h - 32 km 1078 Hm Aufstieg 926 Hm Abstieg - 1550 m ü. M. - Zu-/Abstieg: Rodannenberg, Vorauen, Richisau Übergang vom Glarnerland durch das fjordartige Klöntal in das Muotatal des Kantons Schwyz; vorwiegend auf Wanderwegen abseits der Passstrasse.
Vom Bahnhof Glarus (oder Netstal) bis Klöntalersee (Rodannenberg) wie Route 101 oder 908. Vorn Seedamm aus benützen wir das Strässchen Richtung Zeltplatz Güntlenau, das etwa 1,5 km am Waldrand dem Seeufer entlangführt, um dann in einen bequemen Fussweg überzugehen. Es folgt eine genussreiche Wanderung durch den Wald über Schuttkegel, die im Sommer eine vielgestaltige Flora mit einigen seltenen Pflanzenarten tragen. Diese Schuttkegel wurden von Lawinen und den von den hohen Felsen des Glärnisch niederstürzenden Bächen aufgeschüttet. Unter Bäumen versteckt das sogenannte Gessnerdenkmal, ein Steinblock mit Inschrift «Salomon Gessnern möchte die Natur ein Denkmal stiften und liess hier seinen Namen verewigen durch Z. und B.». Zwei Verehrer des Idyllendichters Salomon Gessner (1730 - 1788), Säckelmeister Johann Peter Zwicky von Glarus und Franz Joseph Büehler von Rapperswil, haben am 10. September 1788 die Inschrift eingemeisselt. Beim Bärentritt fallen die Felsen steil zum See ab, und der Weg steigt als schmaler Pfad über einen Felsvorsprung, zieht sich dann über das bewaldete, flache Delta der Dunggellaui und erreicht schliesslich, teilweise eng an die steilen Felswände angelehnt, das hintere Ende des Sees, folgt auf kurze Strecke der Klön, um beim Waldaustritt rechtwinklig nach Norden abzubiegen und an Ferienhäusern vorbei über die Klön ins Fahrsträsschen einzumünden. Wir folgen ihm in östlicher Richtung und erreichen das Gasthaus Klöntal im Plätz. Unmittelbar östlich davon zweigt ein Wiesenpfad in nördlicher Richtung ab, führt nahe dem idyllischen Bergkirchlein am Niederurner Ferienheim vorbei zur Richisaustrasse. Wir benützen diese, mit Abkürzungen bis zur Alphütte Schwändeli auf dem Waldweg oberhalb der Strasse bis zum Gast- und Kurhaus Richisau. Dieses liegt inmitten schöner Bergahorngruppen. Im alten Gästebuch kann man die Namen berühmter Männer lesen wie der Dichter Conrad Ferdinand Meyer und Carl Spitteler, der Maler Arnold Böcklin, Rudolf Koller und Johann Gottfried Steffen oder der Komponisten Richard Wagner und Hermann Goetz. Dieses berühmte Buch enthält auch Eintragungen dieser Künstler, wie das Gedicht «Die Bank des Alten» von C. F. Meyer oder eine Bleistiftzeichnung Kollers. Die Alp Richisau liegt auf einer flachen, durch den Moränenwall der Richisauer Schwammhöchi vom Klöntal getrennten Talstufe. Auf der Strasse erreicht man ohne Mühe die Kantonsgrenze zum Kanton Schwyz bei der Brücke über den Schwialpbach. Hier beginnt der Passweg über den Pragel, der zuerst steil über den Grat der Gampeleggen hinaufführt, später flacher wird, durch Bergwald und Alpweiden über Schwelaui. sodann der jungen Klön entlang - abseits der neuen Strasse - zur Pragelpasshöhe hinaufsteigt, wo neben einer kleinen Kapelle und den Alpgebäuden auch eine einfache Sommerwirtschaft mit Übernachtungsmöglichkeiten steht. Von der Passhöhe erfolgt der Abstieg nicht der neuen Pragelstrasse entlang, sondern über einen Alpweg zum Guetentalboden, wo das alte Fahrsträsschen beginnt. Dieses zieht sich über das flache. etwas sumpfige Weideland zur Brücke über den Starzlenbach, dann linksseitig dem Wasser entlang zum Fussgängersteg, auf welchem wir den Bach erneut überqueren. Jetzt folgen wir dem nach dem Ausbau der Pragel-Autostrasse neu gebauten Wanderweg am rechtsseitigen Talhang leicht absteigend über Wiesen, durch Wald und Geröllhalden über die Schafmatt nach Haselbach. Von dort aus bestehen zwei Möglichkeiten für den Abstieg nach Muotathal (Hinterthal). Ein Weg verläuft in mehr westlicher Richtung weiterhin am Hang. Der andere, steilere führt direkt über die Egg hinunter nach Stalden, wo sich das berühmte Hölloch, das wohl am besten erforschte Höhlensystem, befindet. |
Anreise
mit ÖV
Ziegelbrücke
– Netstal/Glarus www.sbb.ch
Anreise
mit dem eigenen Fahrzeug
Autobahn
Ausfahrt Glarnerland oder Bilten,Näfels, Netstal/Glarus
Infos
Verkehrsverein Netstal 055 640 20 57
Glarnerland Tourismus, www.glarnerland.ch
+41(0)55 650 20 90
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